Wieso gibt es die Gruppe Blum?

Dass Ludwigshafen ein Imageproblem hat, wissen viele – und zwar nicht erst, seitdem die Stadt am Rhein zur hässlichsten Stadt Deutschlands gewählt wurde. Die Idee, deswegen ein Buchprojekt zu starten, kam von einem Ur-Ludwigshafener. Und obwohl wir (noch bzw. wieder) in Mannheim wohnen, waren wir von der Idee begeistert. Denn wir alle sind oft und gerne in LU und möchten dazu beitragen, dass mehr Menschen das Schöne und Spannende in der Stadt sehen und die vielen neuen Entwicklungen.

Und was verbindet uns mit Ludwigshafen?

Zuallererst das Leben: Unsere Wege haben sich zum ersten Mal – wie könnte es anders sein – in Ludwigshafen gekreuzt, bei einer Vernissage im Wilhelm-Hack-Museum vor vielen Jahren… Wir alle kennen viele und jeweils ganz unterschiedliche Menschen aus LU, jede(r) von uns hat einen ganz eigenen Bezug zur Stadt und ihren Bewohnern.

Die Arbeit: Die Grafik-Designerin Rosa Segerer (links im Bild) folgte vor etlichen Jahren einem Jobangebot der BASF, das sie nicht ausschlagen konnte. Einige Jahre später beschloss sie, als Freiberuflerin zu arbeiten – und blieb vor Ort. Als Dozentin gibt sie seit Jahren dem Nachwuchs aus dem Großraum Mannheim-Ludwigshafen ihr Know-how weiter, das sie in Werbeabteilungen großer Firmen wie Siemens und in ihrer selbstständigen Arbeit erworben hat. Gemeinsam mit einigen ihrer besten ehemaligen Schülerinnen entwickelt sie heute kreative und erfolgreiche Kampagnen für ihre Kunden, von denen viele aus der Region stammen.

Die Kultur: Klaus Hecke lebte in den 1990ern in einer WG in der Bayernstraße in LU; als diese sich auflöste, wechselte er von Ludwigshafen über nach Mannheim. Nach wie vor zieht es den Fotografen regelmäßig zurück über die Kurt-Schumacher-Brücke: Denn er schätzt die Kunst- und Kulturszene von Ludwigshafen und er genießt im Hemshof den Charme der Altstadt mit ihren herrlichen Häusern und speziellen kleinen Geschäften. Bereits seit zwanzig Jahren arbeitet er nun als freier Fotograf; das Spektrum seiner Arbeiten reicht vom Entwickeln künstlerisch freier Aufnahmen bis zum Erstellen auftragsbezogener Sachfotografie.

Die Liebe: Nach dem Studium blieb die Texterin Sabine Eigenbrod (rechts im Bild) wegen eines Mannes zunächst (eher ungewollt) in Mannheim hängen. Doch inzwischen hat sie ihr Herz an einen gebürtigen Ludwigshafener verschenkt, der zu ihrer Freude auch spricht wie ein Pfälzer. Noch schafft sie es jedoch, dem Hochdeutschen zumindest schriftlich treu zu bleiben – und das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet wurde.